Mühlhausen war Anfang Juni das Ziel des gesamten 7. Jahrgangs des St. Josef Gymnasiums, um das Thema Mittelalter zum Abschluss des Schuljahres noch einmal aufzugreifen. Mühlhausen bietet sich hierzu förmlich an, ist doch der historische Stadtkern der "Stadt der Mühlen" nach wie vor wunderbar greif- und erlebbar.

Nach Ankunft am inneren Frauentor und passender Einführung durch "Reiseleiter" Frank Byner, der die 7. Klassen in Geschichte unterrichtet, traten wir in die historische Mühlhäuser Altstadt ein. Die Schüler mussten sich im Vorfeld der Exkursion in Gruppen einteilen und einzbelne Stationen auswählen, die sie in Mühlhausen vorstellen sollten. Nun bekamen sie in Mühlhausen - beginnend an der Allerheiligenkirche am unteren Ende des Oberen Steinwegs - einen Stadtplan an die Hand, um darin markierte - mittelalterlich bedeutende - Stationen abzulaufen. Hier informierte dann ein Gruppenmitglied die Gruppe über Bedeutung und Stellenwert der Station, sodass am Ende des Tages die gesamte Gruppe einen umfassenden Überblick über die Mittelaltergeschichte Mühlhausens besaß. Zu den einzelnen Stationen gehörte auch die historische Wehranlage sowie - angesichts des besonderen Jahres - auch die Kornmarktkirche, die im Rahmen der thüringischen Landesausstellung "Freiheyt 1525 - 500 Jahre Bauernkrieg" das Bauernkriegsmuseum beinhaltet. Hier durchliefen alle Klassen einzeln mit Führung die Ausstellung zu Verlauf und Geschehnissen des Bauernkriegs 1524/25 und lernten so auch die prägende Figur Thomas Müntzer kennen - ein eindrucksvolles Erlebnis.

Insgesamt fünf prall gefüllte Geschichtsstunden erlebten wir so am Stück in Mühlhausen und hielten zum Ende gemeinsam fest: Nachhaltiger kann das Mittelalter nicht unterrichtet werden.

Text: Michael Gremler

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"Reiseleiter" Frank Byner führt in den Projekttag ein

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Vor passender Kulisse startete Jahrgang 7 an der Stadtmauer "Inneres Frauentor"