Das größte Abenteuer der 11. Klasse begann für uns an einem Sonntagabend. Alle trafen sich, auch die 9. Klasse der TGS Hüpstedt, um gemeinsam die Woche zu starten. Die gemeinsame Fahrt hat bereits eine längere Tradition und ist Bestandteil der Schulpartnerschaft der beiden Schulen. Als jeder seinen Sitzplatz für die nächsten 16 Stunden gefunden hatte, konnten wir starten. Eine lange Fahrt lag vor uns. Was wir aber nicht wussten, war, dass diese Fahrt nur der Anfang einer ereignis- und wissensreichen Woche war.


Unser Montag begann mit einer Grenzkontrolle, die sogar schneller verlief als gedacht, trotz aller Warnungen unseres Busfahrers. Nach 2 Stunden auf der Fähre und ein paar Stunden in unserem - nun schon fast zweiten - Zuhause, dem Bus, kamen wir an unserem ersten Ziel in England an:
Canterbury, eine wunderschöne Altstadt mit viel Charme, kleinen Gässchen und viel Potenzial zum Träumen. Ein perfekter Start für unsere Woche! Nach ein paar Stunden hatten wir Canterbury von seinen schönsten Seiten kennengelernt. Nun konnten wir uns guten Gewissens auf den Weg nach Stratford zu unseren Gastfamilien machen. Eine nervenaufreibende Fahrt nahm uns nicht die Freude auf diese. Am Montagabend kamen wir dann wohlbehalten in Stratford an. Dort wurden wir den bereits eingetroffenen Familien zugeteilt. Jeder lernte vor Ort seine Gastfamilie für die kommende Woche kennen. Wir wurden alle herzlich begrüßt und jeder fuhr, ein paar Minuten mehr oder
weniger, zu seiner Unterkunft. Über die Woche verteilt hörte man meistens nur von tollen Gesprächen, schönen Abenden zusammen und kulinarischen Köstlichkeiten in den Familien.
Am Dienstag trafen wir uns alle an unserem Bus und die Lehrer machten uns bereit für einen Tag voller Kultur und Geschichte in der Geburtsstadt von Shakespeare. Wir machten uns auf den Weg und erkundeten Stratford. In einem Shakespeare-Talk lernten wir Unmengen über den größten englischen Dichter der Renaissance. Nach diesem bereits so lehrreichen, interessanten Morgen führte unser Weg weiter zu Warwick Castle, einem wunderschönen Schloss. Dort erwartete uns nicht nur noch mehr spannende Geschichte, sondern auch eine aufregende Vogelshow und viele geheimnisvolle Ecken der Schlossanlage, die wir entdecken konnten.
Mittwoch begann unser Tag mit einer zweistündigen Busfahrt nach Oxford. Während einer Stadtführung, bei schönstem Wetter, lernten wir viele Fakten über die historische Stadt. Beeindruckt von der Architektur und der Schönheit dieser Stadt wurden wir alle in unsere Freizeit entlassen. In kleinen Gruppen konnten wir uns nun noch einmal einen eigenen Eindruck von Oxford machen. Erschöpft und überflutet mit Wissen und Eindrücken des Tages fuhren wir zurück nach Stratford, wo bereits unsere Gastfamilien sehnsüchtig auf uns warteten.
Der Donnerstag begrüßte uns mit ganz viel Sonne, so wie jeden Tag, und wir brachen auf zu unserem letzten und größten Abenteuer der Woche. Frisch und ausgeschlafen trafen wir in London ein und freuten uns nach einem kleinen Spaziergang am Rand von London auf eine Bootsfahrt über die Themse nach Westminster. Nachdem wir vom Boot aus bereits die London Bridge, das London Eye und Big Ben gesehen hatten, durften wir auf eigene Entdeckungsreise durch London gehen. Jeder konnte auf diese Weise seine persönlichen Highlights aufsuchen und viele unvergessliche Erinnerungen schaffen. Für manche gab es am frühen Abend noch eine Fahrt auf dem London Eye,
mit einem atemberaubenden Blick über die Stadt. Nach einem langen Tag, eindeutig zu wenig Zeit, um die ganze Stadt auch nur ansatzweise zu erkunden, aber langsam auch etwas Heimweh, machten wir uns abends wieder auf den Weg nach Hause.
Vor uns lagen dann nur noch 16 Stunden im Bus und eine Fährfahrt. Hinter uns lag nun eine der unvergesslichsten und schönsten Reisen unserer Schulzeit. Wir lernten neue Seiten von uns, unseren Freunden und unseren Mitschülern kennen. Ein Dutzend Fotos, bleibende Erinnerungen und viele lustige Momente werden uns erhalten bleiben. Die Reise machte Lust darauf, mehr von der Welt zu sehen, mehr über Kulturen, über Menschen und über Sprachen zu lernen.

Text: Fabienne Bartholomäus

 

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 "Very british" verweilte Jahrgang 11 eine Woche lang - sichtbar gut gelaunt - in Großbritannien

 

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William Sheakespeare in einem Shakespeare-Talk vor Ort - so macht Englischsprechen dreifach Spaß!